6. - 9. Dezember 2018: 33. Blutenburger Weihnacht

Foto: Blutenburgverein

Vor über 30 Jahren wurde die Blutenburger Weihnacht - ein Weihnachtsmarkt im idyllischen Schlosshof mit Ausstellungen, Konzerten und Rahmenprogramm - ins Leben gerufen. Der Markt erfreut sich weit über Münchens Grenzen hinaus großer Beliebtheit. An vier Tagen, traditionell am zweiten Adventswochenende, lädt der Verein der Freunde Schloss Blutenburg e.V. in den weihnachtlich geschmückten Hof von Schloss Blutenburg in Obermenzing ein. Das einzigartige Ambiente des Schlosses, das ausgewählte Warenangebot und das Rahmenprogramm machen den Markt zu einem besonderen Erlebnis in der „staaden Zeit“.

Das Angebot in den 18 Verkaufsständen ist kunsthandwerklich geprägt und umfasst neben Christbaumschmuck auch Krippenfiguren, Schmuck, Weihnachtskarten, Taschen, Accessoires, Kerzen, Gestricktes, Gefilztes und vieles mehr zum Verschenken für den Heiligen Abend. Die Schlossschänke Blutenburg lädt ein zu Glühwein, Kaffee und Backwaren. Bratwürste gibt's vom Menzinger Metzger Gerd Isele und Weihnachtsgebäck von der Olchinger Bäckerei Bernhard Ganser. Mit von der Partie ist auch wieder der Obermenzinger Burschenverein mit seiner Feuerzangenbowle im oberen Schlosshof. Zwei Christbäume werden auch dieses Mal den Schlosshof mit vielen Lichtern erhellen.

An die Kinder ist wieder besonders gedacht: Neben dem Luzienfest der „Internationalen Jugendbibliothek“ (IJB) am Freitag gibt es am Samstag und Sonntag Kinderlesungen und an allen vier Tagen Krippenbasteln mit bekannten Münchner Krippenbauer Heinz Lauchner. Für den Samstag ist um 15.45 Uhr der Nikolaus angekündigt.

 

Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes:

Donnerstag, 6.12.2018, 13.00 bis 20.00 Uhr
Freitag, 7.12.2018, 13.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 8.12.2018, 11.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 9.12.2018, 11.00 bis 20.00 Uhr

 

Rahmenprogramm:

Donnerstag
18.00 Uhr: Eröffnung durch den Vereinsvorsitzenden Andreas Ellmaier
                  mit der Chorgemeinschaft Leiden Christi und dem Würmtaler Bläserensemble

19.00 Uhr: Eröffnung der Kunstausstellungen in der Walter Trier-Galerie und dem
                  Christa Spangenberg-Saal

Freitag
17.00 Uhr: Luzienfest
18.00 Uhr: Gottesdienst in der Schlosskapelle
18.30 Uhr: Musik zum Advent mit dem Bläserensemble der Brassband München

Samstag
14.30 Uhr: Internationale Winter- und Weihnachtsgeschichten für Kinder
15.00 Uhr: Offenes Singen mit Ernst Schusser, Volksmusikarchiv Bezirk Oberbayern
15.45 Uhr: Nikolausempfang
16.00 Uhr: Musik zum Advent mit der Würmtaler Blasmusik
16.30 Uhr: Internationale Winter- und Weihnachtsgeschichten für Kinder

Sonntag
13.00 Uhr: Musik und Märchen mit Miriam Witzel; Kinder bringen ihre Instrumente mit
13.45 Uhr: Musik und Märchen mit Miriam Witzel; Kinder bringen ihre Instrumente mit
17.00 Uhr: Musik zum Advent - Würmtaler Blasmusik im Schlosshof
18.30 Uhr: Festlicher Abschluss mit dem Vokalkreis Cantate Domino in der Schlosskapelle


 

7. - 9. Dezember 2018: 33. Obermenzinger Krippenausstellung

- im Zehentstadel Obermenzing, nördlich Schloss Blutenburg

 

Seit über 30 Jahren veranstaltet der Verein für Volksmusik und Volkstanz "D' Blutenburgler" e.V. am zweiten Adventswochenende parallel zur Blutenburger Weihnacht eine weithin beachtete Ausstellung von Weihnachtskrippen aus Privatbesitz. Seit über 15 Jahren im Obermenzinger Zehentstadel nur wenige hundert Meter nördlich von Schloss Blutenburg. Gezeigt wird auch heuer wieder eine Auswahl von Adventskalendern aus der umfangreichen Sammlung von Elvira Wiedemann.

Krippen haben in München eine lange Tradition. Bereits 1597 stellten die Jesuiten in der St. Michaelskirche erstmals eine Krippe auf, 1757 fand zum ersten Mal ein eigenständiger Kripperlmarkt statt. Der Krippenbrauch hat seinen Ursprung in der Bibel: Der Evangelist Lukas erzählt in seiner Weihnachtsgeschichte, wie Maria ihr neu geborenes Kind in eine Futterkrippe legt. Von einem Stall aber ist in der Bibel an keiner Stelle die Rede. Erst die volkstümliche Überlieferung verlegte Jesu Geburt zwischen Kühe und Esel. In Bethlehem habe Hieronymus, einer der Kirchenväter, im Jahre 373 die Geburtsszene erstmals nachstellen lassen, berichtet die Überlieferung. Andere Quellen nennen Franz von Assisi als "Vater der Krippe". Mit Erlaubnis des Papstes verließ der spätere Heilige 1223 das Kloster von Greccio und errichtete im Wald in einer Höhle eine Futterkrippe mit lebendem Getier. Vor einer riesigen Menschenmenge hielt er dort seine Weihnachtspredigt, "um den des Lesens nicht mächtigen die Weihnachtsgeschichte besser verständlich zu machen." So entstand die erste Krippe auch als ein Symbol der Armut und der Besitzlosigkeit. Als das öffentliche Aufstellen von Krippen im Zuge der Aufklärung vielerorts verboten wurde, zog die Krippe in die Wohnstuben der Bevölkerung ein.

Die Ausstellung am zweiten Adventswochenende im Zehentstadel gewährt einen kleinen Einblick in die Wohnzimmer unserer Nachbarn und regelmäßig auch anderer Völker. Gezeigt wird ein Wochenende lang ein Querschnitt durch die Krippenbaukunst. Zu sehen waren in den Ausstellungen der vergangenen Jahre auch schon Krippen bis aus Afrika und Südamerika. Der Großteil der Krippen und auch der Krippenfiguren ist in liebevoller Arbeit handgefertigt.

Ausgestellt wird zudem ein kleiner Querschnitt aus der umfangreichen Adventskalendersammlung von Elvira Wiedemann. Die eigentlichen Ursprünge des Adventskalenders lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Den ersten gedruckten Adventskalender brachte 1904 der Münchner Verleger Gerhard Lang auf den Markt. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit durften die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben. Die heute am meisten verbreitete Gestalt des konventionellen Adventskalenders geht vermutlich auf einen evangelischen Pfarrer zurück. Er wandelte die Idee von Lang ab und versteckte hinter 24 Türchen Bilder mit Gestalten aus biblischen Geschichten. Eine flächendeckende Popularität erhielt der Adventskalender sodann ab den 1950er Jahren, als er zum Massenartikel und dementsprechend preisgünstig angeboten wurde.

Nicht von ungefähr findet die Ausstellung zeitgleich mit dem Weihnachtsmarkt im Hof von Schloss Blutenburgler statt. Haben die Blutenburgler diesen Weihnachtsmarkt seinerzeit doch initiiert und zunächst im Schloss die Krippenausstellung etabliert. Seit über 10 Jahren dient nun bereits der Zehentstadel nördlich der Verdistraße, der einst zum Schloss gehörte, als Ausstellungsraum. Sein stimmungsvoll ausgeleuchteter historischer Dachstuhl bietet den geeigneten Rahmen für die zahlreichen, in unterschiedlichster Handwerkskunst gefertigten Krippen. Weihnachtsmarkt und Krippenausstellung ergänzen sich seither auf ideale Weise und laden zu einem Spaziergang zwischen Schloss und Zehentstadel ein.

Als besondere Attraktion wird eine lebensgroße Krippe zu sehen sein.

Die Ausstellung im Zehentstadel wird durch verschiedene Volksmusikgruppen musikalisch umrahmt. Die Vereinsmitglieder bieten zudem Speis und Trank für das leibliche Wohl: selbst gebackene Kuchen, Lebkuchen, Würstl, Kaffee und Glühwein. Die Vereinsmitglieder bieten zudem Speis und Trank für das leibliche Wohl: selbst gebackene Kuchen, Lebkuchen, Würstl, Kaffee und Glühwein.

 

Öffnungszeiten:
Freitag 7. Dezember: 16.00 bis 19.30 Uhr
Samstag 8. Dezember: 11.00 bis 19.30 Uhr
Sonntag 9. Dezember: 11.00 bis 19.30 Uhr 

 

 

 

Foto: Frieder Vogelsgesang
 

Panorama-Bilder vom Schloss

 
Der in Obermenzing lebende Hobby-Fotograf Andrea Ivaldi stellte uns ein paar Bilder des Schlosses zur Verfügung. Vielen Dank dafür!