4. - 7. Dezember 2014: 29. Blutenburger Weihnacht

Foto: Blutenburgverein

Vor bald 30 Jahren wurde die Blutenburger Weihnacht - ein Weihnachtsmarkt im idyllischen Schlosshof mit Ausstellungen, Konzerten und Rahmenprogramm ins Leben gerufen. Der Markt erfreut sich weit über Münchens Grenzen hinaus großer Beliebtheit.

Das Angebot in den 15 Verkaufsständen ist kunsthandwerklich geprägt und umfasst neben Christbaumschmuck auch Krippenfiguren, Schmuck, Weihnachtskarten, Taschen, Accessoires, Kerzen, Gestricktes, Gefilztes und vieles mehr zum Ver-schenken für den Heiligen Abend. Die Schlossschänke Blutenburg lädt ein zu Glühwein, Kaffee und Backwaren. Bratwürste gibt's vom Menzinger Metzger Gerd Isele und Weihnachtsgebäck von der Aubinger Bäckerei Martin Reicherzer. Ein sechs Meter hoher Christbaum aus Obermenzing wird auch dieses Mal den Schlosshof mit seinen vielen Lichtern erhellen. 

 

Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes:

Donnerstag, 4.12.2014, 14.00 bis 20.00 Uhr
Freitag, 5.12.2014, 13.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 6.12.2014, 11.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 7.12.2014, 11.00 bis 19.00 Uhr

 

Rahmenprogramm:

Donnerstag
18.00 Uhr: Eröffnung mit dem Gospelchor St. Konrad und den Aubinger Turmbläsern
19.00 Uhr: Eröffnung der Kunstausstellungen. Mariele Berngeher (Naive Malerei), Stefan Winkler (Kupferstiche), Angela Holzmann (Windlichter), Michael Grimm (Engel) und Christa Schwarztrauber (Buchkunst)

 

Freitag
17.00 Uhr: Luzienfest
18.00 Uhr: Gottesdienst in der Schlosskapelle

 

Samstag
14.00 Uhr: Weihnachtsgeschichten aus aller Welt für Kinder
15.00 Uhr: Offenes Singen mit Ernst Schusser, Volksmusikarchiv Bezirk Oberbayern
15.45 Uhr: Nikolausempfang
16.00 Uhr: Weihnachtsgeschichten aus aller Welt für Kinder
16.00 Uhr: Würmtaler Blasmusik im Schlosshof
17.00 Uhr: Blutenburger Konzerte, Russische Weihnacht

 

Sonntag
13.00 Uhr: Weihnachtsgeschichten mit Miriam Witzel
16.00 Uhr: Blutenburger Konzerte: Advent im Oberland
17.30 Uhr: Würmtaler Blasmusik im Schlosshof
18.30 Uhr: Innehalten im Advent; Musik und Wort mit dem Vokalkreis "Cantate Domino" unter Leitung von Albert Förtsch 

 

 

5. - 7. Dezember 2014: Krippenausstellung im Zehentstadel

Bereits im 29. Jahr veranstaltet der Verein für Volksmusik und Volkstanz "D' Blutenburgler" e.V. am zweiten Adventswochenende eine weithin beachtete Ausstellung von Weihnachtskrippen aus Privatbesitz im Obermenzinger Zehentstadel nur wenige hundert Meter nördlich von Schloss Blutenburg. Gezeigt wird auch heuer wieder eine Auswahl von Adventskalendern aus der umfangreichen Sammlung von Elvira Wiedemann.

Krippen haben in München eine lange Tradition. Bereits 1597 stellten die Jesuiten in der St. Michaelskirche erstmals eine Krippe auf, 1757 fand zum ersten Mal ein eigenständiger Kripperlmarkt statt. Der Krippenbrauch hat seinen Ursprung in der Bibel: Der Evangelist Lukas erzählt in seiner Weihnachtsgeschichte, wie Maria ihr neu geborenes Kind in eine Futterkrippe legt. Von einem Stall aber ist in der Bibel an keiner Stelle die Rede. Erst die volkstümliche Überlieferung verlegte Jesu Geburt zwischen Kühe und Esel. In Bethlehem habe Hieronymus, einer der Kirchenväter, im Jahre 373 die Geburtsszene erstmals nachstellen lassen, berichtet die Überlieferung. Andere Quellen nennen Franz von Assisi als "Vater der Krippe". Mit Erlaubnis des Papstes verließ der spätere Heilige 1223 das Kloster von Greccio und errichtete im Wald in einer Höhle eine Futterkrippe mit lebendem Getier. Vor einer riesigen Menschenmenge hielt er dort seine Weihnachtspredigt, "um den des Lesens nicht mächtigen die Weihnachtsgeschichte besser verständlich zu machen." So entstand die erste Krippe auch als ein Symbol der Armut und der Besitzlosigkeit. Als das öffentliche Aufstellen von Krippen im Zuge der Aufklärung vielerorts verboten wurde, zog die Krippe in die Wohnstuben der Bevölkerung ein.

Die Ausstellung am zweiten Adventswochenende im Zehentstadel gewährt einen kleinen Einblick in die Wohnzimmer unserer Nachbarn und regelmäßig auch anderer Völker. Gezeigt wird ein Wochenende lang ein Querschnitt durch die Krippenbaukunst, zu sehen waren in den Ausstellungen der vergangenen Jahre auch schon Krippen bis aus Afrika und Südamerika. Der Großteil der Krippen und auch der Krippenfiguren ist in liebevoller Arbeit handgefertigt.

Ausgestellt wird zudem ein kleiner Querschnitt aus der umfangreichen Adventskalendersammlung von Elvira Wiedemann. Die eigentlichen Ursprünge des Adventskalenders lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Den ersten gedruckten Adventskalender brachte 1904 der Münchner Verleger Gerhard Lang auf den Markt. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit durften die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben. Die heute am meisten verbreitete Gestalt des konventionellen Adventskalenders geht vermutlich auf einen evangelischen Pfarrer zurück. Er wandelte die Idee von Lang ab und versteckte hinter 24 Türchen Bilder mit Gestalten aus biblischen Geschichten. Eine flächendeckende Popularität erhielt der Adventskalender sodann ab den 1950er Jahren, als er zum Massenartikel und dementsprechend preisgünstig angeboten wurde.

Nicht von ungefähr findet die Ausstellung zeitgleich mit dem Weihnachtsmarkt im Hof von Schloss Blutenburgler statt. Haben die Blutenburgler diesen Weihnachtsmarkt seinerzeit doch initiiert und zunächst im Schloss die Krippenausstellung etabliert. Seit über 10 Jahren dient nun bereits der Zehentstadel nördlich der Verdistraße, der einst zum Schloss gehörte, als Ausstellungsraum. Sein stimmungsvoll ausgeleuchteter historischer Dachstuhl bietet den geeigneten Rahmen für die zahlreichen, in unterschiedlichster Handwerkskunst gefertigten Krippen. Weihnachtsmarkt und Krippenausstellung ergänzen sich seither auf ideale Weise und laden zu einem Spaziergang zwischen Schloss und Zehentstadel ein.

Die Ausstellung im Zehentstadel wird durch verschiedene Volksmusikgruppen musikalisch umrahmt, am Samstag Abend wird die Niederbayrische Weihnacht gelesen. Die Vereinsmitglieder bieten zudem Speis und Trank für das leibliche Wohl: selbst gebackene Kuchen, Lebkuchen, Würstl, Kaffee und Glühwein. Die Vereinsmitglieder bieten zudem Speis und Trank für das leibliche Wohl: selbst gebackene Kuchen, Lebkuchen, Würstl, Kaffee und Glühwein.

 

Öffnungszeiten:
Freitag 5. Dezember: 16.00 bis 19.30 Uhr
Samstag 6. Dezember: 11.00 bis 19.30 Uhr
Sonntag 7. Dezember: 11.00 bis 19.30 Uhr 

 

Nikolaus:
Am Samstag, den 6. Dezember kommt um 15.00 Uhr der Nikolaus in die Krippenausstellung. 

Foto: Frieder Vogelsgesang

 

Dezember 2014: Arche Kinder-Kalender 2015

Der Lyrik-Wochenkalender für Kinder in jedem Alter

mit 53 ausgewählten Gedichten und Bildern aus der ganzen Welt

zum Vorlesen, Selbstlesen & Auswendiglernen

ausgewählt und herausgegeben von der Internationalen Jugendbibliothek

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60 Blätter

53 vierfarbige Illustrationen

33 x 30,5 cm

Mit einem Vorwort von Gudrun Pausewang

18,- Euro

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Bereits zum fünften Mal erfreuen die von den Mitarbeitern der Internationalen Jugendbibliothek sorgfältig ausgewählten Gedichte und Verse aus aller Welt sowohl Kinder als auch Erwachsene. Auf großformatigen Seiten gibt es jeden Montag ein neues Gedicht zu entdecken - in der Originalsprache und in deutscher Übersetzung zusammen mit den Originalillustrationen unterschiedlichsten Stils, liebevoll gestaltet und exzellent gedruckt. 53 Gedichte aus 32 Ländern wurden für den Kalender 2015 ausgewählt und von renommierten Übersetzer/innen ins Deutsche übertragen. Nicht nur aus ästhetischer und inhaltlicher Sicht ist der Kalender einen zweiten Blick wert, sondern auch, weil er auf sehr anschauliche Weise einen wichtigen Grundgedanken der Arbeit der Internationalen Jugendbibliothek widerspiegelt, nämlich mit guter, ästhetisch ansprechender Kinderliteratur das Verständnis zwischen den Kulturen zu fördern und (Sprach-)Grenzen zu überwinden.

 

Buchpaten gesucht

Die Internationale Jugendbibliothek sucht regelmäßig Buchpaten, die bereit sind, Kosten für die Restaurierung historischer Kinder- und Jugendbücher zu übernehmen, die aus dem regulären Etat der Bibliothek nicht bestritten werden können. Es handelt sich zumeist um sehr seltene Exemplare in manchmal bedauernswertem Zustand. Die Bürgervereinigung Obermenzing hat nun 2.000 Euro für ein wertvolles dreidimensionales Theaterbuch bereitgestellt.

Die Internationale Jugendbibliothek ist eine weltweit anerkannte und renommierte Institution im Bereich der Kinder- und Jugendbuchforschung. Sie verfügt neben mehreren hunderttausend Büchern aus jüngerer Zeit auch über einen Bestand von mehreren zehntausend historischen Büchern, die großteils aus Schenkungen und vermachten Sammlungen stammen. Viele dieser Bücher bedürfen für einen dauerhaften Erhalt einer Restaurierung. Allerdings steht der Bibliothek, die institutionell gefördert wird, für die erforderlichen Arbeiten kein Etat zur Verfügung. Daher wurde im vergangenen Jahr das Projekt der Buchpatenschaft ins Leben gerufen. Buchpaten übernehmen hierbei die Kosten eines von Ihnen ausgewählten Werkes, die ab rund 150,- Euro beginnen.

Um mit entsprechendem Beispiel voranzugehen hat die Bürgervereinigung Obermenzing e.V., die sich seit über 60 Jahren auf vielfältige Weise in und für Obermenzing engagiert, nun die Patenschaft über ein ganz besonderes Werk übernommen. Der Vorstand der Bürgervereinigung hat einstimmig beschlossen, die Buchpatenschaft über das dreidimensionale Theaterbuch "Lebendige Bilder"zu übernehmen. Vier Theaterszenen können nebeneinander aufgeklappt werden und stellen in mehreren Ebenen ein buntes Treiben dar. Das Buch allerdings ist in einem geradezu erbärmlichen Zustand, die fachgerechte Aufbereitung des Theaterbuchs wird auf Kosten in Höhe von über 2.000 Euro geschätzt. Frieder Vogelsgesang, Vorsitzender der Bürgervereinigung und Schatzmeister Thomas Hasselwander übergaben nun am Freitag, den 31. Oktober an Bibliotheksdirektorin Dr. Christiane Raabe und an Jutta Reusch, Leiterin Bibliothekarische Dienste, einen Scheck in Höhe von 2.000,- Euro, um die Restaurierung in Auftrag geben zu können. Bürgervereinigung und IJB hoffen, mit dieser Aktion ein breit beachtetes Beispiel zu geben, das viele Nachahmer findet.

Buchpatenschaften können schon ab etwa 150,- Euro übernommen werden. Interessenten an einer Patenschaft wenden sich unter Telefon 089 / 89 12 11 41 an Frau Jutta Reusch.

Von links: Frieder Vogelsgesang, Dr. Christiane Raabe, Jutta Reusch und Thomas Hasselwander mit dem stark beschädigten Theaterbuch "Lebendige Bilder", das nun mit finanzieller Unterstützung der Bürgervereinigung Obermenzing e.V. restauriert wird. Foto: Irina Vogelsgesang

 

31. Oktober: Erhard Dietl begeistert 135 Drittklässler

Preisverleihung mit "Olchies"

Kinderbuchautor Erhard Dietl begeistert 135 Drittklässler der Grundschule an der Grandlstraße mit seinen "Olchies" bei der Abschlussveranstaltung zum 1. Projekttag des Vereins der Freunde Schloss Blutenburg e.V.

Beim 1. Projekttag des Blutenburgvereins gab es am 15. Oktober viel zu entdecken! Es wurde ein spannender und lehrreicher Exkursionstag, bei dem die Schüler der Grandlschule in den drei folgenden Themenbereichen viel Neues in und um Schloss Blutenburg kennenlernen durften: "Geschichte und Kunst des Schlosses", die "Internationale Jugendbibliothek (IJB)" als Mieterin des Schlosses und schließlich "Natur, Umwelt und Wasser". "Was und wie die Drittklässler dann das neu Gelernte, Entdeckte, Gehörte und Erlebte für sich verarbeitet haben, übertraf unser aller Erwartungen. Die Fülle der Projektarbeiten war schier unglaublich", freute sich der Vereinsvorsitzende Andreas Ellmaier bei der Abschlussveranstaltung am Freitag, den 31. Oktober. Die Arbeiten reichten von Collagen, über Zeichnungen und Bildern bis hin zu künstlerischen Schlossmodellen aus den unterschiedlichsten Materialen. Insgesamt wurde ein Fünftel der Schüler mit einer Auszeichnung ihrer fantasievollen Arbeiten bedacht.

Der Verein hatte diesen Projekttag anlässlich seines 40- jährigen Gründungsjubiläums am 4. Oktober 1974 organisiert. Die Jury setzte sich neben Ellmaier zusammen aus Schulrektorin Gabriele Kerler, die Leiter der Themengruppen Henning Schroedter-Albers (IJB), Dr. Christoph Goppel (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), Dr. Peter Igl und Prof. Dr. Johann Wittmann, IJB-Direktorin Dr. Christiane Raabe sowie die Gründungsmitglieder des Vereins Willi Fries und Dr. Erwin Lohner. Die Arbeitsgemeinschaft "Schulradio" der Grandlschule, die einen eigenen witzigen Bericht über den Projekttag fertigte, begeisterte auf der Abschlussveranstaltung im Jella-Lepman-Saal ganz besonders, ebenso wie der Schülerchor der Grandlschule.

Höhepunkt war schließlich die Autorenlesung von und mit Erhard Dietl, der aus seinen beliebten "Die Olchies" - Büchern vorlas und von den Schülern eigens von zu Hause mitgebrachte Olchie-Bücher und zahlreiche Autogrammkarten signierte, worauf ihn die Schüler der Grandlschule gar nicht mehr ziehen lassen wollten. Die Abschlussveranstaltung des Projekttages endete mit einem Empfang für alle Kinder, Eltern und Organisatoren.

Kinderbuchautor Erhard Dietl umringt von begeisterten Kindern der Grandlschule. Foto: Tanja Leuthe / IJB

 

Panorama-Bilder vom Schloss

 
Der in Obermenzing lebende Hobby-Fotograf Andrea Ivaldi stellte uns ein paar Bilder des Schlosses zur Verfügung. Vielen Dank dafür!